Neues Epilepsie-Medikament der Firma Xenon

Wir möchten Euch über neue Entwicklungen in der Epilepsie-Therapie informieren, die möglicherweise für Patientinnen und Patienten mit einer SCN2A-Loss-of-Function Variante (ggf. auch bei Mixed-Function-Varianten) interessant sein könnten.

Das Unternehmen Xenon hat in einer großen Phase-3-Studie (X-TOLE2) ein neues Epilepsie-Medikament namens Azetukalner bei Anfällen mit fokalem Beginn untersucht. Der Wirkstoff basiert auf einem neuen Ansatz: Er beeinflusst gezielt bestimmte Kaliumkanäle im Gehirn.

Bisher werden sogenannte „Kaliumkanalöffner“ nicht spezifisch für SCN2A-Erkrankungen getestet. Allerdings deuten Forschungsergebnisse der letzten Jahre darauf hin, dass auch Patientinnen und Patienten mit SCN2A-Loss-of-Function (möglicherweise auch mit Mixed-Function-Varianten) davon profitieren könnten:

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Azetukalner die Häufigkeit von Anfällen mit fokalem Beginn deutlich reduzieren kann. Nach 12 Wochen sank die Anfallshäufigkeit bei einer höheren Dosis (25 mg täglich) um etwa 53 %, bei einer niedrigeren Dosis (15 mg täglich) um rund 35 %. In der Placebo-Gruppe (ohne wirksames Medikament) betrug die Reduktion etwa 10 %. Zudem erreichten deutlich mehr Patientinnen und Patienten unter Azetukalner eine Halbierung ihrer Anfälle als unter Placebo.

An der Studie nahmen Erwachsene mit schwer behandelbarer Epilepsie teil, die zuvor bereits mehrere andere Medikamente ausprobiert hatten. Insgesamt wurde das Medikament gut vertragen; die häufigste Nebenwirkung war Schwindel.

Auf Basis dieser Ergebnisse plant Xenon Azetukalner noch in diesem Jahr in den USA zur Zulassung einzureichen. Sollte das Medikament zugelassen werden, wäre es das erste Epilepsie-Medikament mit diesem Wirkmechanismus und könnte eine wichtige zusätzliche Behandlungsoption darstellen.

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